Show Less
Restricted access

Die Lohnersatzansprüche ehemaliger Zwangsarbeiter gegen deutsche Industrieunternehmen

Series:

Anja Ruge

Die Arbeit beschäftigt sich mit der zivilrechtlichen Würdigung des nationalsozialistischen Zwangsarbeitseinsatzes. Während der Einsatz von Zwangsarbeitern in der Öffentlichkeit insbesondere vor dem Hintergrund der in den Vereinigten Staaten gegen deutsche Unternehmen anhängig gemachten Sammelklagen und der im August 2000 ins Leben gerufenen Stiftung «Erinnerung, Verantwortung und Zukunft» diskutiert wird, ist Gegenstand dieser Untersuchung die Begründung von Lohnersatzansprüchen ehemaliger Zwangsarbeiter gegen ihre früheren «Arbeitgeber» auf der Grundlage des Bürgerlichen Rechts. Die Arbeit geht insofern der Frage nach, ob eine Globallösung auf politischer Ebene auch aus dem Grund erforderlich war, weil die Abwicklung nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch einem solchen massenhaften Unrecht nicht gerecht geworden wäre.
Aus dem Inhalt: Der nationalsozialistische Zwangsarbeitereinsatz – Gründe für den Zwangsarbeitseinsatz und seine Durchführung – Begriffsbestimmung «Zwangsarbeit» – «Rechtsstellung» der Zwangsarbeiter – Zwangsarbeit am Beispiel einzelner Rüstungsunternehmen – Überblick über das Entschädigungsrecht – Die Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts seitens der Bundesrepublik – Entschädigungsansprüche gegen private Unternehmen – Prozesse vor deutschen Zivilgerichten – Errichtung der Stiftung «Erinnerung, Verantwortung, Zukunft» – Lohnersatzansprüche ehemaliger KZ-Häftlinge, ehemaliger Kriegsgefangener und Zivilarbeiter – Einrede der Verjährung.