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Literatur im Lebenszusammenhang

Text- und Bedeutungskonstituierung im Stammbuch Herzog Augusts des Jüngeren von Braunschweig-Lüneburg (1579-1666)

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Gilbert Heß

Stammbücher bilden eine bislang von der germanistischen Forschung vernachlässigte Textgattung. Anhand der Interpretation des Albums Herzog Augusts des Jüngeren, des Gründers der Wolfenbütteler Bibliothek, wird ein Befragungs- und Interpretationsmodell entwickelt, das es auch der interdisziplinären Forschung erlaubt, Stammbucheinträge philologisch gezielt zu erfassen und für weiterführende Fragestellungen zu nutzen. Unterschiedliche Formen und Funktionen der Textproduktion und der durch sie bedingten Bedeutungskonstituierung werden in ihrer Abhängigkeit von historischen, biographischen und intertextuellen Faktoren analysiert. Hierbei geraten Rezeptionsvorgänge früh-neuzeitlicher Poetik ebenso wie die bedeutungsstiftende Funktion der Emblematik in den Blick.
Aus dem Inhalt: Die beiden Alben Herzog Augusts – Das Gelehrtenstammbuch – Intertextualitätstheorien – Intertextualität in der Frühen Neuzeit – Das Zitat – Intertextualität im Stammbuch – Syntagmatische Strukturen innerhalb des Einzeleintrags – Voraussetzungen und Bestandteile des Stammbucheintrags – Funktionalisierung von Emblemen.