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Heinrich Manns «Madame Legros»

Revolution und Komik

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Britta Krengel

Heinrich Manns bekanntestes Drama Madame Legros bildet den Mittelpunkt dieser Monographie. Als Revolutionsdrama steht es im Spannungsfeld von Historie, der Mannschen Revolutionsauffassung und dem zeitgenössischen Kontext. Auf der Grundlage einer detaillierten Textanalyse will das Buch den revolutionären Gehalt des Dramas erschließen und dessen Zeitbezüge sichtbar machen. Zum ersten Mal wird hier die Schlüsselrolle der Komik bedacht: Manns fortwährende komische Brechung des revolutionären Geschehens zielt letztlich auf eine Entmythisierung des eigenen Revolutionsmythos.
Die Untersuchung gibt darüber hinaus Einblick in Manns Theaterkonzeption, zeichnet seinen Weg zum Theaterautor nach und beleuchtet die Zwischenstellung seiner Dramatik zwischen Naturalismus, Expressionismus und episierendem Anti-Illusionismus.
Aus dem Inhalt: Frühe Theatererlebnisse – Dilettantismus und seine Überwindung – Das Revolutionsbild Heinrich Manns – Die Entstehungsgeschichte von Madame Legros – Die historische Vorlage bei Michelet – Die Umsetzung bei Heinrich Mann – Das Revolutionsbild im Drama – Die Rolle der Komik im Drama – Die Gesellschaftsutopie des Dramas – Zur gattungspoetologischen Standortbestimmung von Madame Legros – Heinrich Manns Ansätze zu einer Theaterkonzeption – Der Bühnenraum – Das Visuelle.