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Neue Formen sozialer Ausgrenzung

Sozioökonomischer Wandel in zwei Metropolen

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Holger Kuhle

Neue Formen sozialer und räumlicher Ausgrenzung stellen ein politisch und soziologisch höchst aktuelles Thema dar. In der Pariser Region machen seit den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts immer wieder spektakuläre Proteste von desillusionierten arbeitslosen Jugendlichen von sich reden. Bis dies in Berlin geschieht, scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Seit Anfang der neunziger Jahre bringen hier die laufenden Restrukturierungen der Arbeits- und Wohnungsmärkte Milieus der Ärmlichkeit mit Inseln der Ausgrenzung hervor.
Auch in der Vergangenheit gab es Armut und benachteiligende Segregation. Was ist neu? Wie können diese Phänomene erfaßt werden? Welche Aufgaben muß eine Stadtpolitik heute bewältigen, um den Zerfall ihres gesamtstädtischen Zusammenhangs zu verhindern?
Aus dem Inhalt: Zur Brisanz der Ausgrenzungsproblematik – Die Theorieentwicklung zu Ausgrenzungsphänomenen – Die Ausgegrenztenschicht – Begriffsbestimmung – Struktureller Wandel und Unterschichtungsvorgang – Funktionslose Beziehungszusammenhänge und zur Bedeutung des Raumes – Analoge Entwicklungstendenzen: Großsiedlungen in der Pariser Region als Orte der Ausgrenzung – Ausschließung in innerstädtischen Altbauquartieren in Berlin – Verbindung von stadtsoziologischen und ethnomethodologischen Ansätzen als Wiederaufnahme stadtsoziologischer Untersuchungsgegenstände – Eine neue Innen-Außenspaltung der Gesellschaft und mögliche Integrationsansätze.