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Positionen zur Freiheit des Geistes und zum Individuum im Werk von Paul Valéry

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Huldrych Thomann

Inwiefern kann Valérys Werk für die heutige Welt, am Anfang des 21. Jahrhunderts, eine orientierende Wirkung weiterhin entfalten? Dieser Frage wird vor allem unter Bezugnahme auf Valérys politische Texte sowie auf Teile des Teste-Zyklus nachgegangen. Ergänzend werden die Ergebnisse von Recherchen im Archiv des Völkerbundes in Genf einbezogen.
Valéry befasste sich intensiv mit dem Problem, inwieweit eine Effizienzsteigerung der gesellschaftlich-ökonomischen Abläufe vereinbar sei mit der Würde des Menschen und mit den unverzichtbaren Postulaten der europäischen Kultur. Er wies in diesem Zusammenhang auf mögliche Gefährdungen des Individuums und auf einen drohenden Verlust an persönlicher Freiheit hin.
Unmissverständlich hat sich Valéry zudem gegen jede Form totalitärer Vereinnahmung gewandt. Tatkräftig engagierte er sich für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Intellektuellen sowie für die europäische Idee.
Aus dem Inhalt: Revolte oder Reform? Zu den Möglichkeiten einer Botschaft Valérys jenseits der Negation – Stationen der Valéry-Rezeption – Von der Analyse des Ich zur Problematik der Welt – Die Gefährdung des Individuums und der geistigen Freiheit – Die Besinnung auf das Ich als Rettung des Menschen und Pespektive der Zukunft – Valérys Themen im Umfeld der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts – Freiheit des Geistes als Auftrag – Valérys Einsatz für eine bessere Verständigung zwischen den Völkern – Das Problem der Freiheit – Einblicke in die «Denkwerkstatt» der Cahiers.