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Blickfang Heimat

Die Entwicklung des Heimatbegriffs anhand österreichischer Fremdenverkehrsplakate des 20. Jahrhunderts

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Michaela Steinböck-Köhler

Werbung stellt ein wichtiges Kommunikationsmittel unserer Gesellschaft dar, das sehr deutlich Bedürfnispositionen und Alltagsanschauungen in unserem Kultursystem ausdrückt. Seit dem 19. Jahrhundert bilden Plakate das «Jetzt» einer Gesellschaft nicht nur ab und illustrieren es, sondern kleiden es zugleich in eine Metapher. Objektiv mag das als Illusion wirken, doch dadurch entsteht das Abbild der Idee einer Gruppe und Gesellschaft vor dem Hintergrund politischer, sozialer und wirtschaftlicher Veränderungen. Über die Untersuchung kodifizierter Bedeutungen soll Einblick in die Kultur als Symbolsystem erlangt werden. Die in den Plakaten feststellbare Allgegenwart von Heimatklischees läßt hinter ihrer Konjunktur mehr als nur kommerzielles Interesse vermuten. Nämlich, daß hier vielleicht Bedürfnisse zum Vorschein kommen, die sich in der modernen Industriegesellschaft nur mehr schwer befriedigen lassen und sich im Laufe der Zeit verändern.
Aus dem Inhalt: Werbung in der volkskundlichen Forschung – «Heimat» im historischen Prozeß – Plakat und Werbung - ein kulturgeschichtlicher Streifzug – Analyse österreichischer Fremdenverkehrsplakate von der Jahrhundertwende bis zum Ausklang des 20. Jahrhunderts – Ästhetische Vermarktung von «Heimat» in den verschiedenen Epochen des 20. Jahrhunderts unter dem Einfluß politischer, wirtschaftlicher und sozialer Veränderungen.