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Genus

Zur Funktion einer Nominalkategorie exemplarisch dargestellt am Deutschen

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Doris Weber

Die Nominalkategorie Genus erscheint heutzutage als weitgehend funktionslos. Da Sprache aber immer ökonomisch ist, wäre bei fehlender Funktion auch der Abbau der grammatischen Kategorie zu erwarten. Dies ist nicht der Fall. Um der universalen Funktion des Genus näherzukommen, werden die verschiedenen Genustheorien – sexualistisch, formal-grammatisch und pronominal – ausgewertet. Daraus lässt sich auf die Funktion des Genus in Form einer Merkmalsopposition schließen. Dieses theoretisch erarbeitete Ergebnis wird empirisch an zahlreichen Sprachen mit unterschiedlicher Substantivklassifikation überprüft, um seine übereinzelsprachliche Gültigkeit zu zeigen. Ausgehend von dieser Basis wird der Versuch unternommen, das im allgemeinen als unmotiviert geltende Genussystem der deutschen Gegenwartssprache neu zu beschreiben.
Aus dem Inhalt: Die konkurrierenden Genustheorien – Die nominalen Klassifikationssysteme im Vergleich – Das Genus im Gegenwartsdeutschen.