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Geschichtstexte verstehen in einer anderen Sprache

Eine vergleichende Untersuchung der Leseleistung von Schülern aus deutsch-brasilianischen Begegnungsschulen und deutschen Gymnasien

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Johannes Doll

Zweisprachige Schulmodelle charakterisieren sich durch Fachunterricht, bei dem die Unterrichtsinhalte im Medium einer anderen Sprache gelernt werden. Die Arbeit untersucht die in einem solchen Unterricht ablaufenden Leseprozesse in deutsch-brasilianischen Begegnungsschulen und vergleicht diese mit deutschen Gymnasialklassen. Ausgehend von Nacherzählungen eines zuvor gelesenen Geschichtsbuchtextes wird die Lesekompetenz dieser Schüler quantitativ und qualitativ analysiert. Dabei überrascht, dass die Lesekompetenz der Schüler aus Brasilien auf dem gleichen Niveau der deutschen Klassen liegt. Allerdings finden sich in allen Klassen extrem hohe Unterschiede in der Lesekompetenz. Darüber hinaus kann die Bedeutung von bilingualen Schulen für den Erhalt von Zweisprachigkeit aufgezeigt werden.
Aus dem Inhalt: Forschungsstand im Bereich der Zweisprachigkeit, der Leseforschung sowie des bilingualen Unterrichts – Vergleich der Lesekompetenz von Schülern aus deutsch-brasilianischen Begegnungsschulen und deutschen Gymnasialklassen – Berücksichtigung der Anzahl der dem Text entnommenen Informationen – Lesestrategien – Sinnkonstituierung.