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Genusschwankung bei englischen, französischen, italienischen und spanischen Lehnwörtern im Deutschen

Eine Untersuchung auf der Grundlage deutscher Wörterbücher seit 1945

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Marion Schulte-Beckhausen

Der oder das Ketchup? Werden Substantive aus fremden Sprachen ins Deutsche entlehnt, stellt sich das Problem der Genuszuweisung. Etwa 10% der Entlehnungen schwanken im Genus. Die systematische Analyse dieses Phänomens stützt sich auf ein Korpus von 38 Wörterbüchern und zeigt auf synchroner Ebene die Ursachen für Genusschwankung sowie auf diachroner Ebene die zeitliche Einordnung des Phänomens innerhalb des Integrationsprozesses eines Lehnworts. Anhand der genuslosen Quellsprache Englisch sowie der Genussprachen Französisch, Italienisch und Spanisch können allgemeine Aussagen über Genusschwankung bei Lehnwörtern im Deutschen getroffen werden. Mittels einer Informantenbefragung und einer CD-ROM-Analyse von Tageszeitungen werden die Befunde der Wörterbücher kritisch überprüft.
Aus dem Inhalt: Qualitative Wörterbuchanalyse – Die synchrone Ebene: Erklärungsmöglichkeiten für Genusschwankung – Konkurrenz verschiedener Genusfaktoren als Ursache für Genusschwankung – Die diachrone Ebene: Phasen der Genusschwankung im Verlauf des Integrationsprozesses – Genusschwankung in der ersten Integrationsphase – Genusschwankung als Vorstufe zum Genuswechsel – Wörterbücher – Spiegel der Sprachwirklichkeit? – Ergebnisse der Informantenbefragung und der CD-ROM-Analyse (der Tageszeitungen FAZ und taz) – Wörterbuchkritik.