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Zahl, Struktur, Sinn

Studien zu den drei Hauptprophezeiungen der Divina Commedia

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Nicoletta Kiefer

Die Untersuchung der gematrischen Zahlen, die Dante in der Commedia als Maßeinheiten bei der Textgestaltung und -verknüpfung verwendet, bildet die Grundlage für die Erschließung einer komplexen Sinn- und Zahlenstruktur, in welche die Voraussagen über den «Veltro», den «cinquecento diece e cinque» und den «Novenne» eingebunden sind, die zu den meistdiskutierten Geheimnissen des heiligen Liedes zählen. Nicht nur die gematrische Auflösung des Zahlenrätsels weist auf Dante und die ihm übertragene Botschaft hin. Die zahlengestützte Textanalyse belegt, daß alle Angaben der prophetischen Trilogie auf den Erben der «sementa santa» zu beziehen sind – den Hoffnungsträger der «Chiesa militante», der von der Speise der Seligen kosten darf.
Aus dem Inhalt: Die Zahl im mittelalterlichen Denken – Die Zahl in der Poetik des Dichters Dante Alighieri – Die gematrische Zahl als Struktur- und Sinnträger in der Commedia – Die Zahl in der Anlage und Anordnung der drei Hauptprophezeiungen – Die Zahl «515» und die Botschaft der gerechten Seelen – Die Speisung des «Veltro» mit dem Brot der Seligen – Das ideale Florenz von Cacciaguida als irdische Heimat des «Veltro» – Das Tierkreiszeichen der Zwillinge als Ort der himmlischen Genese – Der Einfluß des Mars auf den «Neunjährigen» – Der Himmel der Musik und die Bestimmung des Dichters – Die Deutung der Zeitangabe von neun Jahren mit Bezug auf die Neunzahl der Vita Nuova – Das Privileg der Jenseitsreise und ihre Begründung – Die Verheißung der Erneuerung im Gedicht.