Show Less
Restricted access

Pestalozzis Elementarbildung als ein Entwurf der empirischen Erforschung der naturgemäßen Methode

Series:

Bärbel Weber

Der werkimmanente Zugang zu Pestalozzis Schriften zeigt die empirische Überprüfbarkeit seines Methodenbegriffs. Pestalozzi versteht Methode 1. als Instrument zur Vermittlung, 2. als Instrument zur Hervorbringung neuer kultureller Errungenschaften (Erkenntnisgenerierung) und 3. ergibt sich daraus, dass Methode sich selbst zum Gegenstand erheben kann, und damit ist sie lehrbar. Diese Struktur entsteht aufgrund der Rückführbarkeit der Methode auf Naturgesetze. Ihre Anwendung ermöglicht eine dem Menschen entsprechende Bildung, Erkenntnistätigkeit und kulturelle Gestaltung der Welt. Durch die Anbindung der Kultur an die Menschennatur kann Pestalozzi den Prozess der Bildung und Erziehung wissenschaftlich erfassen; dabei verweist er auf die Anthropologie und Biologie als empirisch überprüfbare Grundlage des Nachdenkens über Methode.
Die hier entfaltete Sichtweise des Pestalozzischen Methodenbegriffs wurde bisher kaum rezipiert und auf mögliche Konsequenzen hin befragt.
Aus dem Inhalt: Die Grundlagen Pestalozzis Elementarmethode – Das Verhältnis von Natur und Kultur im Bildungsprozess – Die Vielschichtigkeit des Methodenbegriffs – Die Anwendung der methodischen Grundlagen auf das lebenslange Lernen – Die Elementarbildung Pestalozzis – eine Umkehrung traditioneller didaktischer Methodenbetrachtungen – Pestalozzi als Empiriker – Mögliche Ursachen für die Nicht-Erforschung der Methode als erziehungswissenschaftliches Phänomen.