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Giuseppe Verdi und die Ästhetik der Befreiung

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Georg Mondwurf

Dieses Buch unternimmt den Versuch einer Neudeutung von Giuseppe Verdis Musiktheater im Kontext eines bestimmten ästhetiktheoretischen Ansatzes, in dessen Mitte das Konzept der «Ästhetik der Befreiung» steht. In einem Geflecht politik-, sozial- und aufführungsgeschichtlicher wie auch biographischer Überlegungen wird versucht, gesellschaftsgeschichtliche Prozesse an die ästhetische Formengeschichte anzubinden bzw. in den ästhetischen Formen direkt aufzusuchen. Dieser Ansatz öffnet nicht nur einen bislang unerschlossenen Zugang zum Œuvre Verdis, sondern wirft zugleich ein neues Licht auf eine Reihe bisher ungelöster Probleme – insbesondere hinsichtlich Verdis Stellung innerhalb der gesellschaftlichen, speziell der politischen Umbruchprozesse seines Zeitalters.
Aus dem Inhalt: Der Weg zu ObertoNabucco und die patriotischen Opern – Macbeth und die musikästhetische Befreiung – La Traviata und die Befreiungshandlung aus dem Geist der Musik – Der Weg zum Ballo in Maschera Don Carlos und der philosophische Befreiungsgedanke.