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Die dialektische Ontologie

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Hans Jörg Sandkühler

In diesem Buch aus dem Nachlaß von Jindřich Zelený geht es um die Konzeption einer dialektischen Ontologie, d.h. um das Nachdenken über die Natur und die Zusammenhänge der Seinsweisen dessen, was ist und sein kann. Sie knüpft an die protophilosophische europäische Tradition an, die von den griechischen Denkern, namentlich Aristoteles, ausgeht, und bemüht sich um die philosophische Bearbeitung der wissenschaftlichen Entdeckungen sowie der Lebenserfahrungen der Menschen des 20. Jahrhunderts. Die dialektische Ontologie will die Arbeit des kritischen rationalen Denkens fortsetzen. Sie will unter unseren heutigen Bedingungen an die Tradition anknüpfen, welche durch die Namen der durchdringenden Denker der Vergangenheit – Aristoteles, Descartes, Kant, Marx u.a. – gekennzeichnet ist.
J. Zelený konzentriert sich auf Schlüsselprobleme zum Begreifen der Eigentümlichkeit der ontopraxeologischen dialektischen Ontologie und zu deren weiterer Artikulation, insbesondere im Verhältnis zum Begriffskomplex von Freges Kalküllogik. Es geht um das Problem der Beziehung gegensätzlicher ontologischer Bestimmungen wie Ruhe und Bewegung, Eines und Vieles, Verbundenes und Unterbrochenes, Positives und Negatives, Regelmäßiges und Unregelmäßiges, Beschränktes und Unbeschränktes usw.
Aus dem Inhalt: Parakonsistenz und dialektische Konsistenz – Aristoteles’ Theorie der Gegensätzlichkeit – Von Aristoteles’ erster Philosophie zur dialektischen Ontologie – Zur Aristoteles-Deutung von Jan Patoèka – Das Bestimmen und das Selbstbestimmen – Zur Kritik der prozessualen Ontologie von Bergson und Whitehead – Dialektische Ontologie und das Problem der Widerspruchslosigkeit der logischen Kalküle.