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Form im amerikanischen Erbrecht

Zwischen Formalismus und harmless error

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Ursula Philipp

Bis zur Neufassung des Uniform Probate Code, dem US-amerikanischen Einheitsgesetz für den Bereich des Erbrechts, im Jahr 1990 galt auch in den Vereinigten Staaten die Rechtsregel, dass ein formfehlerhaft errichtetes Testament unheilbar nichtig ist. Die harmless error-Vorschrift des § 2-503 UPC (1990) brach mit diesem traditionellen Verständnis der Formvorschriften als zwingenden Wirksamkeitsvoraussetzungen und ermöglicht nunmehr in den Bundesstaaten, die das Einheitsgesetz umgesetzt haben, die Anerkennung formfehlerhafter Testamente. Ziel der Arbeit ist es, nach einer ausführlichen Darstellung der Grundlagen des Erbrechts und der Nachlassabwicklung im US-amerikanischen Recht das Spannungsverhältnis zwischen Form und Formalismus herauszuarbeiten, welches zur Einführung der harmless error-Vorschrift geführt hat, und die Reformbestrebungen im Bereich der erbrechtlichen Formvorschriften kritisch zu würdigen.
Aus dem Inhalt: Grundlagen des Erbrechts und der Nachlassabwicklung in den Vereinigten Staaten sowie die historische Entwicklung der Formerfordernisse – Die einzelnen Testamentsformen und die Handhabung der Formerfordernisse durch die Rechtsprechung – Reformansätze im Bereich der erbrechtlichen Formvorschriften.