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Heeresergänzung und Sozialordnung

Dienstpflichtige, Einsteher und Freiwillige in Württemberg zur Zeit des Deutschen Bundes

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Thomas Michael Schneider

Die Heeresergänzung ist eine zentrale Schnittstelle zwischen bewaffneter Macht und ziviler Sphäre. Die als Strukturanalyse konzipierte Studie untersucht erstmals umfassend diesen Problembereich auf breiter Quellengrundlage für ein mittelstaatliches Heer zur Zeit des Deutschen Bundes. Exemplifiziert anhand der württembergischen Oberamtsbezirke Calw, Cannstatt, Heilbronn und Riedlingen, wird die Heeresergänzung in ihren rechtlichen, politischen, sozialen sowie demographischen Rahmenbedingungen und Wechselwirkungen dargestellt. Vor allem jedoch werden die Rekrutierten selbst in diachronischer Betrachtung auf ihre wesentlichen, besonders ihre sozialen Merkmale hin befragt. Die Ergebnisse korrigieren das bisher akzeptierte Diktum vom Heer der «Armen und Ungebildeten» im Konskriptionssystem.
Aus dem Inhalt: Wehrordnung – Rekrutierung – Urlaub und Versorgung – Stellvertretung – Bürgertum und Militär – Beruf und Bildung – Mobilität – Selbstmorde – Regionale Unterschiede – Sozioökonomischer und demographischer Wandel – Das «Judengesetz» von 1828 – Ein Heer von «Armen und Ungebildeten»? – Selektive Aushebung als Instrument der Systemstabilisierung? – Integrative Bedeutung der Truppendislokation? – Militärdienst als Sozialisationsinstanz?