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Das Valencianische zwischen Autonomie und Assimilation

Sprachgeschichtliche und soziolinguistische Untersuchungen zu einer spanischen Comunidad Autónoma

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Antje Voß

Das Streben nach politischer, kultureller und sprachlicher Unabhängigkeit ist für das heutige Europa charakteristisch. In Spanien artikulieren sich seit dem Tode Francos Kräfte, die kulturelle Autonomie fordern. Trotz der Erhebung von drei Regionalsprachen – Katalanisch, Baskisch, Galicisch – zu offiziellen Sprachen neben der Staatssprache Spanisch setzen sich Sprachenkonflikte in vielen Teilen Spaniens fort. In Valencia sieht die Mehrheit das Valencianische als Dialekt des Katalanischen an. Als Gegenstimme zu den «Katalanisten» gibt es die «Valencianisten», die für das Valencianische den Status einer unabhängigen Sprache fordern und von einem «katalanischen Imperialismus» sprechen. In dieser Arbeit werden sprachgeschichtliche und soziolinguistische Aspekte der Sprachenproblematik untersucht. Damit liegt erstmals ein umfassender Beitrag zur sprachlichen und landeskundlichen Kenntnis eines noch wenig erforschten Gebietes Spaniens vor. Das Werk bietet somit einen Einblick in die Komplexität des Valencianischen zwischen Autonomie und Assimilation.
Aus dem Inhalt: Einleitung – Von den Anfängen bis zum Ausgang des Mittelalters – Theorien zur Entstehung des Valencianischen – Das Segle d’Or in Valencia – Die ersten Belege für «Valencianisch» – Das Problem der Bezeichnung des Valencianischen – Die Decadència – Das 19. Jahrhundert und die Renaixença – Das Valencianische im 20. Jahrhundert – Valencianisch: Sprache oder Dialekt? – Aktuelle Situation und Ausblick.