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Sozialdemokratie – Frau – Familie

Wie es in Österreich begann

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Hilde Wondratsch

Die Autorin untersucht das offensichtliche Auseinanderklaffen der auf die «neue Arbeiterfamilie», einen (klein)bürgerlichen Familientypus, ausgerichteten Familienpolitik des «roten Wien» und der nie aufgegebenen sozialdemokratischen Forderung nach – auch innerfamiliärer – Emanzipation der Frau. Als wesentlichste Ursache hierfür ortet sie einerseits die teilweise auch heute noch im Kollektivbewusstsein der Menschen verwurzelte Überzeugung, das patriarchalische bürgerliche Familienmodell sei die Norm der Familie schlechthin und andererseits die Lehrmeinung der sicher auch von dieser Mentalität beeinflussten austromarxistischen Ideologen, die endgültige Befreiung der Frau könne erst nach Erreichen des revolutionären Ziels, das heißt im Sozialismus, Wirklichkeit werden. Bis dahin seien nur vorbereitende Reformen möglich.
Aus dem Inhalt: Familienideologien – Herausbildung und Lebenswirklichkeit der Arbeiterfamilie im 19. Jhdt. – Österreichische Arbeiterbewegung und Frauenfrage – Entstehung der österreichischen Frauenorganisationen – Verelendung der Arbeiterfamilien im Ersten Weltkrieg – Der neue Staat: Vollendung der bürgerlichen oder soziale Revolution – Familienpolitik des Roten Wien: Ist die Konzeption der «neuen Arbeiterfamilie» mit der sozialdemokratischen Familienideologie vereinbar?