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Zwerge und Kleingestaltige in der Kinder- und Jugendliteratur vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart

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Elke Richlick

Die Studie stellt erstmalig umfassend den Wandel von Formen und Funktionen des Motivs des Zwerges und Kleingestaltigen in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur – und fallweise in der Erwachsenenliteratur – vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart dar. Ausgehend von der ambivalenten und komplexen Zwergfigur im Mythos werden vielfältige Metamorphosen des Motivs und mehr als fünfzig Rollen von Zwergen und Kleingestaltigen analysiert. Im Rekurs auf modernisierungstheoretische Positionen geben Detailinterpretationen Aufschluß über Auszug, Depotenzierung sowie Wiederkehr und Repotenzierung von Zwergen und Kleingestaltigen in der Kinder- und Jugendliteratur des Untersuchungszeitraumes. Die Studie basiert auf ca. 1000 Titeln Primärliteratur (Romane, Erzählungen, Bilderbücher, lyrische und szenische Texte), die in einer Bibliographie erfaßt sind, die den Band beschließt.
Aus dem Inhalt: Zwerge im Mythos, Zwerge und Kleingestaltige in der Volkssage, im Volksmärchen, in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, in Welten der Arbeit und der Technik, in der Natur – Zwerge und Kleingestaltige als Propagandisten von Vergemeinschaftungsformen und Erziehungskonzepten, von Abenteuern, Spielen, Festen und Feiern – Zwerge und Kleingestaltige als Diskriminierte und als Gesellschafts- und Zivilisationskritiker.