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Renaissance des Rosenkreuzertums: Initiation in Andrej Belyjs Romanen «Serebrjanyj golub’» und «Peterburg»

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Henrieke Stahl-Schwaetzer

Innovative Vielfalt zeichnet Andrej Belyjs Prosa aus, die mit Serebrjanyj golub’ und Peterburg für die russische Literatur des 20. Jahrhunderts paradigmatische Bedeutung gewonnen hat. Seine Werke können wie Vexierbilder unerwartete Gestaltformen annehmen. So enthalten die beiden bekannten Romane bislang übersehene Geschichten, die unter der Erzähloberfläche verborgen zur Darstellung gebracht werden. Sichtbar werden läßt sie die Kenntnis bestimmter Geheimsprachen, die in Belyjs Rezeption der traditionellen sowie der zeitgenössischen, durch Rudolf Steiner geprägten Rosenkreuzerinitiation wurzeln.
Belyjs Auseinandersetzung mit der Rosenkreuzerinitiation wird in ihrer Genese untersucht und für eine neuartige Gesamtinterpretation der Romane fruchtbar gemacht.
Aus dem Inhalt: Belyjs Romanwerk und die Kulturkrise – Sektantstvo im Silbernen Zeitalter – Belyjs Gogol’-Rezeption – Belyjs Nietzsche-Rezeption – Rosenkreuzertum und Anthroposophie – Alchemie – Christologie – Ästhetische Erfahrung – Narrative Verfahren.