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«Dutch Disease» in einem islamischen Umfeld – Ölboom, Industrialisierung und Finanzsystem in Saudi-Arabien

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Oliver Plein

Der Begriff Dutch Disease wurde zu Beginn der siebziger Jahre von britischen Ökonomen geprägt. Basis war die Erfahrung der Niederlande aus den sechziger Jahren, in denen die Erdgasproduktion anlief. Im Zentrum der theoretischen Überlegungen stehen die Auswirkungen eines Ölbooms auf die Größe und Rentabilität des Industriesektors. Neben den boominduzierten Effekten steht die Frage im Mittelpunkt, warum die Dutch Disease überhaupt eine Krankheit im ökonomischen Sinne darstellt. Die empirische Untersuchung Saudi-Arabiens zeigt, dass die «wahre» Krankheit in den Wohlfahrtsausgaben des Staates und in den diskretionären Sprüngen im Zuge des Anpassungsprozesses liegt. Dies verhinderte eine stetige wirtschaftliche Entwicklung mit höheren Nutzenniveaus. Der unterentwickelte Finanzmarkt konnte keinen Beitrag zur Dämpfung der Dutch Disease leisten.
Aus dem Inhalt: Konsequenzen eines Ressourcenbooms für ein ölreiches Land wie Saudi-Arabien – Darstellung und empirische Analyse der Dutch Disease – Der Einfluss des saudischen Finanzsystems (Islamic Banking) auf die Folgen der Dutch Disease.