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Film als Geschichtsschreibung bei Rainer Werner Fassbinder

Fassbinders Darstellung der Bundesrepublik Deutschland anhand ausgewählter Frauenfiguren in seiner «BRD-Trilogie»: Die Ehe der Maria Braun (1978), Lola (1981) und Die Sehnsucht der Veronika Voss (1982)

Sabine Pott

Rainer Werner Fassbinder entwickelt in seinen Werken künstlerische Strategien, um sein Land zu beschreiben. Dabei beschränkt er sich nicht allein auf die Bundesrepublik Deutschland, sondern arbeitet auch die historische Entwicklung des Landes heraus, welche er als kontinuierliche Linie sieht. Diese Kontinuitätslinie manifestiert sich für Fassbinder jedoch nicht nur in der Historie, sie umfaßt seiner Meinung nach alle Lebensbereiche. Er stellt sie auf inhaltlicher wie auch auf künstlerischer Ebene heraus. Seine so dokumentierte Sichtweise kann als Ergänzung zu einer «offiziellen» Geschichte verstanden werden. Die im Ergebnis sehr kritische Aussage über Deutschland sieht Fassbinder als Anregung zu einer demokratischen Auseinandersetzung.
Aus dem Inhalt: Bundesrepublikanische Geschichte im Film – Herausstellen weiblicher Protagonisten – Beschreibung filmkünstlerischer Mittel.