Show Less
Restricted access

Systematisch-normative Begriffe des völkerrechtlichen Friedens in der neuzeitlichen Philosophie des Rechts

Series:

Ralf Bredel

Wie läßt sich völkerrechtlicher Friede normativ begründen? Historisch betrachtet, ist mit dem Aufkommen des neuzeitlich-klassischen Völkerrechts eine international legalisierte Variante «gerechter Kriege» reklamiert worden. Philosophische Friedensentwürfe der Neuzeit sind dagegen mit dem Ziel entstanden, daß, wenn es schon nicht gelänge, den Krieg zu ächten, es vielleicht die Möglichkeit gäbe, «ihn dadurch überflüssig zu machen, daß man den Frieden organisierte». Das heutige moderne Völkerrecht ist mit einer Ächtung jeglicher Angriffskriege gleichzusetzen. Nichtsdestoweniger lohnt es sich, insbesondere mit Blick auf den völkerrechtlichen Frieden als normatives Problem, neuzeitliche Friedenstraktate wieder auf ihre im einzelnen sehr verschiedenen Begriffsbildungen hin zu befragen.
Aus dem Inhalt: Systematisch-normative Begriffe des völkerrechtlichen Friedens in der neuzeitlichen Philosophie des Rechts – Voluntarismus, Realismus, Psychologismus, Reine praktische Vernunft – Immanuel Kant, Jean-Jacques Rousseau, Saint Pierre, Erasmus, Hannah Arendt, Jean-François Lyotard.