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Glaube und Denken

Jahrbuch der Karl-Heim-Gesellschaft- 14. Jahrgang 2001

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Hans Schwarz

Karl Heim (1874-1958) prägte als Theologe an den Universitäten Halle, Münster und seit 1920 Tübingen sowie von 1920 bis 1948 als Frühprediger an der Tübinger Stiftskirche Generationen von Pfarrern. Unter seinen Zuhörern und Lesern befanden sich auch viele Nichttheologen, da sich der christliche Glaube für ihn immer Gegenwartsfragen stellen musste, unter denen die Anfragen der Naturwissenschaften einen großen Raum einnahmen. Das Jahrbuch der Karl-Heim-Gesellschaft will dieses Erbe Heims bewahren und weiterführen, indem es eine biblisch-christliche Orientierung in einer von Wissenschaft und Technik geprägten Welt anzubieten versucht. Namhafte Naturwissenschaftler und Theologen aus dem In- und Ausland greifen darin in der ihnen jeweils eigenen Weise auf verständliche Art dieses Anliegen Karl Heims auf und führen es weiter.
Drei Beiträge befassen sich dem Problembereich von Sünde, Schuld und Tod, wobei die Antworten aus der Soziobiologie, der Literatur und des biblischen Erbes in die Überlegungen mit einbezogen werden.
Drei weitere Beiträge sprechen ethische und allgemein religiöse Fragen an, vom therapeutischen Klonen über die grüne Gentechnik bis zur Sterbeforschung. Ein Beitrag erinnert an das Lebenswerk B. Bavinks, einem Pionier des Dialogs zwischen Theologie und den Naturwissenschaften. Zwei Beiträge loten das Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft aus. Abschließend weisen drei Beiträge auf wichtige Aspekte im Denken Karl Heims hin.
Volume 14 of the Yearbook of the German Karl Heim Society presents contributions by prominent scholars from Germany, Finland, und Hungary who raise significant questions concerning the relationship between theology and science and try to outline a Christian orientation in the dialogue between these two disciplines. Three essays focus on guilt, evil and sin, another three on contemporary issues such as human cloning, green gene technology, and near-death-experiences, while two authors try to fathom the relationship between faith and science. One article brings into focus the achievement of Bavink, a pioneer in the dialogue between theology and the sciences, while the remaining three articles center on important aspects of the theology of Karl Heim. All essays, though written with two exceptions in German, have extensive summaries in English.
Aus dem Inhalt: Hansjörg Hemminger: Aggression und Tod - notwendige Übel? Rückfragen an Soziobiologie und Sozialpsychologie – Oskar Kalisch: Der Übel größtes aber ist die Schuld – Ulrich Beuttler: Gestörte Gemeinschaft - Das biblische Verständnis der Sünde – Wolfgang Wiegrebe: Das Verbot des Tötens - Therapeutisches Klonen - Das Gebot des Heilens – Reinhard Zeitler: Ein ethischer Exkurs zur grünen Gentechnik – Andreas Benk: Selbstbesinnung des christlichen Glaubens unter dem Eindruck naturwissenschaftlicher Erkenntnisse? Bernhard Bavink - gescheiterter und vergessener Pionier eines Dialogs zwischen Theologie und modernen Naturwissenschaften – Werner Thiede: Thanatologie und Theologie. Zur Frage nach der Relevanz der Erforschung von Todesnähe-Erfahrungen für die christliche Eschatologie – Bernhard Dick: Das Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft aus der Sicht eines Laien – Botond Gaal: The Truth of Reason and the Reality of the World. Research into the development of Western Civilization from the Viewpoint of Christian Theology and Natural Sciences – Atso Eerikäinen: Time and Polarity. The Dimensional Thinking of Karl Heim – Hans Schwarz: Das Ende gleicht nicht dem Anfang. Anmerkungen zu einem Zentralthema Karl Heims – Svenja Krüger: «Vom Haus auf dem Felsen» - Über die bleibende Aktualität Karl Heims.