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«Nicht in die Leere falle die Vielfalt irdischen Seins»

Von der Notwendigkeit eschatologischer Predigt

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Corinna Dahlgrün

In Verbindung von theologisch-biblischer und anthropologischer Blickrichtung bemüht sich die Untersuchung, die eschatologische Dimension für die gegenwärtige Homiletik zurückzugewinnen. In einer Art Mosaiktechnik entsteht zunächst ein vielseitiges Bild der historischen Entwicklung und heutigen Sicht auf die eschatologischen Themen, ein Bild von deren Präsenz im modernen Bewußtsein wie auch in der homiletischen Theorie. Ein historisches Panorama sucht den Rezeptionshintergrund und die aktuellen Bedingungen der eschatologischen Verkündigung zu erfassen, die anhand von 1247 Predigten (1897–1999) dargestellt wird. Die Auswertung der Predigten konzentriert sich auf das Wirklichkeitsverständnis, die sprachliche Ebene, die homiletische Gestaltung, die inhaltliche Ausrichtung und das emotionale Klima und bietet eine kritische Wahrnehmungsschule für gegenwärtige Predigerinnen und Prediger.
Aus dem Inhalt: Die «letzten Dinge» in einer Phänomenologie des eschatologischen Bewußtseins (Zeit, Raum und Ewigkeit; Angst und Hoffnung; Schuld, Strafe und Versöhnung; Tod, Apokalypse, Auferweckung, Jüngstes Gericht, Fegefeuer, Himmel, Hölle, die Rede von den letzten Dingen) – Eschatologie und die Geschichte des 20. Jahrhunderts (Definitionen, Entwicklungen, Gegenwartssignaturen) – Eschatologie in der Praktischen Theologie der Gegenwart (Homiletik und andere Disziplinen) – Eschatologie in der Predigt-Praxis (Predigtanalysen) – Homiletisches Fazit.