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Die nationale Politik des Bundes der Landwirte in der Ersten Tschechoslowakischen Republik

Möglichkeiten und Grenzen der Verständigung zwischen Tschechen und Deutschen (1918-1929)

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Silke Sobieraj

Diese Arbeit ist ein Beitrag zum Verständnis der Beziehungen zwischen Tschechen und Deutschen. Im Mittelpunkt steht der deutsche Bund der Landwirte im Zeitraum 1918-1929. Wirkte der BdL zunächst aktiv am neuen tschechoslowakischen Staat mit, konnte er sich gegenüber den Negativisten um Henlein, die diese Republik von vornherein ablehnten, letztlich nicht durchsetzen. Die Sichtung und Auswertung des nach der politischen Wende in Osteuropa erstmals zugänglichen Quellenmaterials zeigt, daß auch in der wenig entgegenkommenden Haltung der tschechischen Regierung ein Grund für das Scheitern der Republik liegt. Mangelnde Konzessionsbereitschaft zusammen mit der Weltwirtschaftskrise, die eine stete Verschlechterung der allgemeinen Lebensbedingungen mit sich brachte, trugen zu einer Atmosphäre bei, die den Nationalsozialisten Vorschub leistete.
Aus dem Inhalt: Ausgangslage und Ausgangsbedingungen aktivistischer Politik: Zur Entstehung und Konsolidierung der ČSR in den Jahren 1918-1920 – Die politischen Forderungen des Bundes der Landwirte – Der BdL zwischen deutschen Negativisten und tschechoslowakischem Staat – Die erste deutsch-tschechoslowakische Regierungszusammenarbeit in den Jahren 1926-1929 – Die Verwaltungsreform von 1927 als erste Belastungsprobe für die übernationale Regierung – Der BdL in den dreißiger Jahren – die radikalen «Jungen» fressen die aktivistischen «Alten».