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Flauberts Schreiblabor

Lesekultur und poetische Imagination in einem verkannten Jugendwerk

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Annette Clamor

Wer an die «Geburtsstunde» des Autors Gustave Flaubert denkt, denkt unwillkürlich an Madame Bovary von 1857. Doch schon 20 Jahre vor diesem magischen Datum entstehen erste literarische Texte, die allerdings lange Zeit nur ein philologisches Schattendasein fristen durften – wurden sie doch größtenteils als mehr oder minder geglückter Versuch einer literarisierten Pubertäts-Bewältigung angesehen. Diese Arbeit hat dagegen einige der Frühschriften auf ihre ästhetische Produktivität hin befragt, zum Teil mit überraschenden Ergebnissen. So kündet das Jugendwerk mancherorts bereits von jener Neuformierung der Flaubertschen Ästhetik, die den späteren Meisterwerken zugrunde liegt.
Aus dem Inhalt: Bibliomanie oder: Die Last der Bücher – Vom negativen Umgang mit Kulturtrends – Quidquid volueris – Das Märchen vom Affen-Künstler Djalioh – Smarh – Das vieux mystère als Kunst-Aporie – Entwicklungslinien.