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Baustelle Bundeswehr

Abbauender Umbau und Militärkonversion

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Wiking Ehlert and Ansgar Krummeich

Seit 15 Jahren wandelt sich die Bundeswehr von einer traditionellen Institution zum Großunternehmen. Dazu speckte sie Personal ab und gab Aufgaben an die (private) Wirtschaft. Ihre Rationalisierung stand als abbauender Umbau unter dem Vorzeichen der Konversion von Personen, Gebäuden und Arealen für mehr Frieden. Vom Militär angestoßen, wurde sie von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik zu Ende geführt. Die Konversion zeigte sich als schwierige Vermarktung von Bundeswehrüberhängen durch pragmatische Politik. Die Tarifpartner realisierten in ihren Auseinandersetzungen für die Zeit der eher zieloffenen Bundeswehr-Reform eine «vergoldete Sozialverträglichkeit» für höheres Personal. Alle Reste des abbauenden Umbaus türmen sich als Schicksal auf den Rücken der Konversionsbetroffenen bzw. der Bürger. An Reformen für Frieden erinnert hier wenig.
Aus dem Inhalt: Die Politik der Konversion – Militär Politik und Tarifpartner – Bund, Niedersachen, Städte, Gemeinden, Unternehmen – Die «runden Tische» – Die Konversion und deren Alternativen aus Sicht von Machern und Betroffenen – Fallanalysen – Empirische Befragungen – Die systemische Wirkung des Friedensschaffens: verhüllte Rationalisierung.