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Ein Laboratorium der Revolution

Städtische soziale Bewegungen und radikale Reformpolitik im mexikanischen Bundesstaat Veracruz, 1918-1932

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Benedikt Behrens

Die Studie befaßt sich aus regionalhistorischer Perspektive mit der Entstehung und dem Verlauf von städtischen sozialen Bewegungen in der unmittelbar nachrevolutionären Epoche Mexikos und deren Bedeutung für die politische und gesellschaftliche Entwicklung des Landes. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gewerkschafts- und Mietstreikbewegung in den beiden wichtigsten Industriezentren des Bundesstaats Veracruz (Hafenstadt Veracruz und Orizaba). Unter Einschluß der Rolle der Frauen in Subsistenzbewegungen wird damit ein Feld bearbeitet, das in der bisherigen Revolutionshistoriographie mit ihrer Konzentration auf die Agrarverhältnisse und die zentralen politischen Institutionen weithin vernachlässigt wurde. Durch Verwendung einer Fülle bisher ungenutzten Archivmaterials und zeitgenössischer Periodika kann gezeigt werden, daß urbane Bewegungen im nachrevolutionären Mexiko kein bloßes Instrument in den Händen der neuen politischen und sozialen Eliten waren, sondern eine zentrale, zeitweise durch eigenständige Mobilisierungsdynamiken errungene Rolle bei der Umgestaltung des Landes im 20. Jahrhundert spielten.
Aus dem Inhalt: Mexikanische Revolution und sozialökonomische Strukturen im Bundesstaat Veracruz – Entstehung und Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung in den Städten Veracruz und Orizaba – Soziale Reformpolitik unter den radikalen Gouverneuren Tejeda und Jara – Mietstreikbewegung und Partizipation der Frauen.