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Jean-Etienne Liotard

Erkenntnisvermögen und künstlerischer Anspruch

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Andreas Holleczek

Die künstlerischen Mittel und schriftlichen Äußerungen des Genfer Pastellisten Jean-Etienne Liotard lassen die Absicht erkennen, gerade das zu leisten, was die traditionelle Kunsttheorie als triviale Kopie der Natur verpönte. Sein trotz allem selbstbewußtes Auftreten wird durch den Nachweis von Gemeinsamkeiten seiner Argumentation mit den Grundannahmen der damals triumphierenden empirischen Epistemologie verständlich. Deren Brisanz für die klassische Auffassung der Mimesis, die hier erstmals herausgearbeitet wird, macht deutlich, warum Liotards Bekenntnisse auf vehemente Ablehnung stoßen mußten. Damit legt die Arbeit die Genese des modernen Diskurses zum Gegenstand wie zur Gegenständlichkeit der Kunst frei.
Aus dem Inhalt: Das Œuvre des Künstlers vor dem Erwartungshorizont traditioneller Bildvorstellungen – Zur Entstehung von Liotards künstlerischem Anspruch in der Auseinandersetzung mit einer aufgeklärten Umgebung – Erkenntnisvermögen als Voraussetzung künstlerischer Arbeit.