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Religiöse Geheimsignale

Ethik. Bibel. Kirchenjahr- Über deutsche Dichtungen 1

Wolfgang Wittkowski

Immer schlüssiger, rebellischer und kunstvoller vermitteln einige deutsche Dichter von U. Johnson ( Jahrestage) über A.v. Droste-Hülshoff ( Judenbuche) bis Kleist ( Kohlhaas) ihr verborgenes und daher umstrittenes Urteil über das Geschehen durch verworrene Gebotsnummern (Fontane) und vor allem durch Daten, die – über religiöse Feste und die Liturgien – auf Bibelstellen verweisen. Deren rigorose Appelle und Drohungen stützen – gleichsam unsichtbar, vom Himmel – mit metaphysischer Autorität die gewöhnlich nicht befolgten, unscheinbaren Mahnungen zu ethischer Humanität. Ethisches und Lese-Urteil werden Bewährungsproben unterworfen, vor denen die heutige Kritik immer mehr versagt.
Aus dem Inhalt: Werkinterpretationen zu: Uwe Johnson «Jahrestage, Band 2» – Bertolt Brecht «Im Dickicht der Städte» – Theodor Fontane «Irrungen/Wirrungen» – Wilhelm Raabe «Else von der Tanne» – Adalbert Stifter «Der Hochwald» – Franz Grillparzer «Der arme Spielmann» – Annette von Droste-Hülshoff «Die Judenbuche» – Georg Büchner «Woyzeck» – Heinrich von Kleist «Michael Kohlhaas».