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Der Atridenstoff in der Literatur der 1940er Jahre

Unter besonderer Berücksichtigung der Nachkriegsdramatik

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Branka Schaller-Fornoff

Die Arbeit untersucht Beispiele der Rezeption griechischer Mythen in den 1940er Jahren und vor allem im Drama der unmittelbaren Nachkriegszeit. Dabei steht neben der Betrachtung der Parameter des Rezeptionsvorgangs stofflich der Atridenmythos und hier vor allem die Figur der Iphigenie im Zentrum. Neben der kommentierenden Analyse von Werken Hauptmanns, Ilse Langners und einiger «vergessener» Autorinnen und Autoren steht eine Diskussion des mythologischen und poetologischen Konzepts Hans Erich Nossacks als einzigem Prosabeispiel.
Es ist evident, dass die Nachkriegsdramatik ein zu Unrecht vernachlässigtes Forschungsgebiet ist. Motivation und Methode der Mythenaneignung in dieser Zeit weisen spezifische Merkmale auf und sind nicht lediglich als Flucht vor der Auseinandersetzung mit der Realität oder als Antagonismus zum Zeitstück zu begreifen.
Aus dem Inhalt: Parameter der Mythenrezeption – Griechische Mythen rezipierende Dramen nach 1945: Ein Überblick – Die Iphigenie-Dramen: Hauptmann, Vietta, Langner, Schwarz – Mythenrezeption und Geschlechterdiskurs in Langners Klytämnestra – Mythos in Nossacks Nekyia und Interview mit dem Tode.