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Die Konkurrenz von Haftpflicht- und Versicherungsanspruch

Ein Beitrag zur ökonomischen Analyse des Rechts unter Berücksichtigung von Unsicherheit und Verhaltensanomalien

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Boris Trautmann

Die ökonomische Analyse des Rechts liefert nach großen Erfolgen in der Vergangenheit bei zunehmendem mathematischem Aufwand immer geringere Erträge; sie bedarf neuer Impulse, wenn sie weiter interessante Beiträge zur Lösung praktischer Rechtsfragen leisten soll. Diese Impulse, so die hier vertretene Auffassung, können von seiten der kognitiven Psychologie kommen. Es wird untersucht, ob und wie sogenannte Verhaltensanomalien, also experimentell oder in Feldstudien nachgewiesene systematische Abweichungen vom Rationalverhalten, in das Konzept der ökonomischen Analyse des Rechts integriert werden können. Angewendet wird der dabei entwickelte «pragmatische Ansatz» auf Fälle, in denen einem Geschädigten sowohl ein deliktischer Schadensersatzanspruch als auch ein Versicherungsanspruch zusteht.
Aus dem Inhalt: Das Dreiecksverhältnis aus Schädiger, Geschädigtem und dessen Versicherer – Kumulation von Ersatzleistungen – Vorteilsausgleichung – (Versicherungs-) Regreß – Abgrenzung von Schadens- und Summenversicherung – Bereicherungsverbot – Gewinnabwehrprinzip – Grenzen rationaler Nutzenmaximierung – Rationalverhalten unter Unsicherheit – Erwartungsnutzentheorie – Bounded rationality – Verhaltenswissenschaftliche Erweiterung der ökonomischen Analyse des Rechts. Verhaltensanomalien – Besitzeffekt – Ankereffekt – Neue Institutionenökonomik – Deliktsrecht und Ökonomik – Verhaltenssteuerung durch Deliktsrecht.