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Unglaublich glaubhaft: Die Arengen-Rhetorik des Avignonenser Papsttums

Hermann Hold

Mittels Rhetorik erscheinen Autoritätskrisen überwindbar – so lautet eine weitverbreitete Hypothese. Berücksichtigt man aber, dass eine Krise der Autorität ihren Grund durchaus in Kritikwürdigkeit (Macht-Missbrauch, fehlende Sachkompetenz) von Autoritätsträgern und im Wunsch breiterer Kreise nach Mitgestaltung haben kann, so wird man bereit sein, an Rhetorik Maßstäbe im Sinne einer Ars bene dicendi anzulegen. Um eine solche in ihrer sozial-politischen Bewährung studieren zu können, ist ein Rückgriff auf, in ihrer Gesamtheit überblickbare, frühere rhetorische Krisenbewältigungsversuche sinnvoll. Dazu werden in dieser Studie die Arengen von Schreiben der Avignonenser Päpste in ihrer rhetorischen Struktur und Potenz untersucht.
Aus dem Inhalt: Rhetorik und Macht – Ars bene dicendi – «Bloss Rhetorik»? – Verbales Geschehen in den Avignonenser Arengen: Repräsentierende, klassifizierende und kommunizierende Propaganda – Ein (am neutestamentlichen Vorbild) orientierter Fischfang?