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Heiliger Geist als Lebenskraft in Kirche und Menschheit

Die «Qi» (Ki/Ch’i)-Idee als Inkulturationsangebot fernöstlicher Pneumatologie

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Hyeon-Kweon Stephan Cho

Das auf rûah im Alten Testament gegründete Geistverständnis unterscheidet sich vom Pneuma-Verständnis im Neuen Testament. Obwohl der Geist Gottes sich in erster Linie als Kraft Gottes zeigt, scheint dieser Aspekt heutzutage verblaßt. Der Hl. Geist wurde zwar in der Kirchengeschichte in einem gewissen Sinne vernachlässigt, da die Kirche sich vor allem als imperialistisch und klerikalisiert zeigte. Und diese pneumatische Nachlässigkeit ist oft in der Theologie, vor allem in der Ekklesiologie und Sakramentenlehre, zu finden. Diese Arbeit widmet sich zumnächst der Wiederentdeckung des Hl. Geistes in der westlichen Theologie nach dem II. Vatikanum – vor allem in der Sakramentenlehre – und versucht den Begriff «Qi» für die fernöstliche Theologie fruchtbar zu machen.
Aus dem Inhalt: Von der biblischen Erfahrung des Geistes zur kirchlichen Geistvergessenheit – Geistvergessenheit in Ekklesiologie und Sakramentenlehre – Der Geist und das Kirchenverständnis vor und im II. Vatikanum – Der Geist als Beistand der dienenden Kirche – Der Geist als Helfer beim Aufbau der Kirche – Der Geist als Lebensprinzip in Kirche und Menschheit – Das Wirken des Geistes in den Sakramenten – «Qi» in der chinesischen Kultur – Studien zur Inkulturation des christlichen Geistesverständnisses mit Hilfe des Begriffes «Qi».