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Ein alternatives Entwicklungsmodell für die afro-islamische Kultur im Unteren Atbara (Sudan)

Zur Neukonzeption einer Förderstrategie für Frauen

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Buthaina Elnaiem

Mit dieser Arbeit werden zentrale Anregungen für eine Neuorientierung der Entwicklungspolitik gegeben und Strategiekonzepte erarbeitet, die auf die Aufwertung des entwicklungspolitischen Potentials von Frauen abzielt. Dass sich die stark vom Islam und der arabischen Kultur geprägte Gesellschaft des Unteren Atbara an einer klaren Geschlechtertrennung und genau definierten geschlechtsspezifischen Rollenzuschreibungen und Verhaltensnormen orientiert, lässt sie als geeignete Testregion für die zentrale Hypothese dieser Arbeit erscheinen. Diese Hypothese lautet: Wenn die kulturellen Codes einer Gesellschaft Frauen diskriminieren, indem sie die weibliche Partizipation an der Entwicklung unterbinden, sollte ein innergesellschaftlicher Diskurs eingeleitet werden, der das Bewusstsein für die Dringlichkeit der Stärkung jener wirtschaftlichen und sozialen Kompetenzen von Frauen fördert, die allen gesellschaftlichen Gruppen wohlstandssteigernde Perspektiven eröffnet.
Aus dem Inhalt: Frauen in der Entwicklungspolitik – Der Einfluss der Kultur und Sozialisation auf die Beteiligung der Frauen an der Entwicklungspolitik – Neue Ideen zur Gestaltung einer Entwicklungsstrategie: Innere gesellschaftliche Diskurse und interkultureller Dialog – Frauen, Islam und islamische Rechte – Allgemeine Beschreibung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Ordnung im Sudan – Zentrale Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche der ethnischen Gruppen im Unteren Atbara – Das Entwicklungspotential eines islamischen Diskurses im Sudan.