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Regionalität als Kategorie der Sprach- und Literaturwissenschaft

Herausgegeben vom Instytut Filologii Germanskiej Uniwersytetu Opolskiego

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Uniwersytet Opolski

Europäisierung und Globalisierung relativieren in zunehmendem Maße die einst so dominanten Nationalstaaten und legen oft fast schon vergessene unter-, neben-, zwischen- und übernationale Regionen als identitätsbergende Erfahrungswelten wieder frei. Umso erstaunlicher ist, daß trotz dieses fundamentalen Paradigmenwechsels bisher keine klare Definition der Begriffe «Region», «Regionalität», «Kulturraum» etc. existiert. Um dem zumindest im Bereich der Philologien entgegenzuarbeiten, versammelt dieser Band nun theoretisch grundsätzliche wie exemplarisch am Einzelfall orientierte Aufsätze und Studien, die sich bis hin zu einer nicht zuletzt auch begriffsklärend abschließenden Synthese vereinen in ihrem Bemühen um eine systematisch grundlegende Aufarbeitung von «Regionalität als Kategorie der Sprach- und Literaturwissenschaft».
Aus dem Inhalt: Jürgen Joachimsthaler: Die Literarisierung einer Region und die Regionalisierung ihrer Literatur – Jens Stüben: ‘Regionale Literatur’ und ‘Literatur in der Region’. Zum Gegenstandsbereich einer Geschichte der deutschen Literatur in den Kulturlandschaften Ostmitteleuropas – Csaba Földes: Aspekte der Regionalität im System der diatopischen Varietäten der deutschen Sprache – Norbert Richard Wolf: Regionen entstehen, indem die Leute miteinander reden. Oder: Regionalisierungsprozesse in rezenten Dialekten – Hans-Georg Pott: Nationale und regionale Identitäten im Zeitalter der Globalisierung – Ortwin Beisbart/Klaus Maiwald: Dialekt in der Literatur - ein Aspekt von Regionalität im Zeitalter der Globalisierung? – Hermann Kurzke: Regionalhymnen und kulturelle Identität – Hubert Orłowski: Auf der Suche nach regionaler Identität. Borussia als Programm und Praxis – Gabriela Ociepa: Die Stimme der Region bei Johannes Bobrowski (mit Ausführungen zu Fontanes «Unterm Birnbaum») – Regina Hartmann: Das literarische Selbstbild einer Ostseeregion - Schwedisch-Pommern im 18. Jahrhundert – Ingmar van Tenne: Tradition und kulturelle Identität des hansischen Kaufmanns des Spätmittelalters am Beispiel von Danzig – Maria Krysztofiak: H.C. Artmanns Expeditionen in die Fremde – Stefan H. Kaszyński: Ist die österreichische Literatur regional? Methodologische Komplikationen bei der Präsentation österreichischer Lyrik in deutschsprachigen Anthologien – Michael Rohrwasser: Josef Nadler als Pionier moderner Regionalismuskonzepte? – Eugen Kotte: Mythen und Stereotype im deutsch-polnischen Kontext – Roswitha Schieb: Region und Nation - Die Insel Rügen als mythischer Ort Deutschlands – Maria Pümpel-Mader: Das ethnische Stereotyp in Text und Bild: Die Tirolerin als Bäuerin – Ewa Drewnowska-Várgáne: Textlinguistische Aspekte der Reflexion des Kosovo-Konflikts in deutsch-, polnisch- und ungarischsprachigen Presse-Texten – Maria Katarzyna Lasatowicz: Das «Wasserpolnische» in seiner Region – Ilpo Tapani Piirainen: Schlesien als Sprach- und Kulturlandschaft – Jarosław Bogacki: Regionale Zunftordnungen als sprachliches Zeugnis des Alltags im frühneuhochdeutschen Oberschlesien – Monika Witt: Regionale Selbstbeschreibung in schlesischen Bergführern – Annikki Koskensalo: Die deutschen -ieren-Verben in Schlesien – Andrea Rudolph: Modernität und mährisch-schlesische Regionalität im Naturalismus. Franz Adamus‘ «Familie Wawroch» (1899) – Ernst Josef Krzywon: Regionales Bewußtsein im erzählerischen, lyrischen und essayistischen Werk von Alfred Hein (1894-1945) – Izabela Surynt: Unterstellter Regionalismus. Gustav Freytag und Ober-Schlesien.