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Frauen, Männer und Technik

Ingenieurinnen in einem männlich besetzten Berufsfeld

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Margrit Mooraj

Da seit Beginn der 90er Jahre die Studienanfängerzahlen in technischen Studiengängen kontinuierlich sinken, wird in den letzten Jahren in umfangreichen Werbekampagnen um mehr Frauen in diesen Studiengängen geworben. Die Autorin analysiert die Teile der Werbekampagnen und stellt fest, dass diese entgegen ihrer Absicht in einem geschlechtsstereotypen Modus verharren. Den in Aussicht gestellten Berufsbedingungen werden objektive Erhebungen und subjektive Einschätzungen von Maschinenbau- und Elektrotechnik-Studentinnen und Ingenieurinnen entgegengesetzt. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit wird zur Erklärung des für Frauen nur bedingt attraktiv erscheinenden Ingenieurstudiums herangezogen. Theoretisch wird die soziale Konstruktion und Reproduktion der Strukturkategorie Geschlecht mittels der Habitustheorie von Pierre Bourdieu erläutert. So begegnen sich Frauen und Männer auf dem technischen Feld als Subjekte mit unterschiedlichen Voraussetzungen.
Aus dem Inhalt: Einbruch der männlichen Studienanfängerzahlen in den Ingenieurwissenschaften – Werbekampagne für höhere Frauenanteile in den Ingenieurwissenschaften und deren implizite Annahmen – Studienbedingungen von Ingenieurstudentinnen – Berufliche Bedingungen von Maschinenbau- und Elektrotechnik-Ingenieurinnen – Habitustheorie von Pierre Bourdieu – Die Polarisierung der Geschlechtscharaktere von Karin Hausen – Vom Ein-Geschlecht zum Zwei-Geschlechter-Modell von Thomas Laqueur – Das technische Feld – Die männliche «illusio» – Die weibliche Distanz zu den Spielen der Männer – Frauen in technischen Berufen in anderen europäischen Staaten.