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Der Arzt an den Grenzen seines Behandlungsauftrages

Eine Untersuchung zu Fragen der Sterbehilfe im Zeitalter der Intensivmedizin

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Matthias Conradi

Der Arzt steht im Zentrum des Spannungsverhältnisses, das sich zwischen seiner traditionellen Pflicht zur Lebenserhaltung und dem Selbstbestimmungsrecht des Patienten auftut. Obwohl Fragen der Sterbehilfe seit Beginn der 70er Jahre heftig diskutiert werden, scheint die Verunsicherung von Ärzten und Patienten in den zurückliegenden Jahren eher zu- als abgenommen zu haben. Die unübersehbar gewordene Zahl von Formularvordrucken für Patiententestamente, die überall erhältlich sind, legt hiervon eindrucksvoll Zeugnis ab. Dennoch hat der Gesetzgeber bislang davon abgesehen, die Grenzen des ärztlichen Behandlungsauftrages gesetzlich zu regeln. Die vorliegende Untersuchung führt die Problematik der ärztlichen Sterbehilfe einer methodisch konsistenten, aber auch in der Praxis umsetzbaren Lösung zu. Dabei werden auch die Entscheidungsbefugnisse der gesetzlichen Vertreter eines sterbenden Patienten erörtert sowie dessen Möglichkeiten, im Wege der Vorausverfügung Einfluß auf die Entscheidung von Arzt und/ oder Betreuer zu nehmen.
Aus dem Inhalt: Hilfeleistungspflichten des Arztes im allgemeinen – Aufklärungspflichten des Arztes vor einem akuten Eingriff – Übertragung dieser Erkenntnisse auf die besondere Situation der aktiven, passiven und indirekten Sterbehilfe sowie auf Sterbebegleitung und Suizidbeihilfe – Frage der Verbindlichkeit eines Patiententestaments – Entscheidungszuständigkeit und inhaltliche Entscheidungsbefugnis des Betreuers und des Arztes.