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Historische Wandlungen der Personalisierung des Bösen in der englischen Literatur

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Silke Singh

Folge dessen wird illustriert, daß das Böse keine konstante Größe ist. Eine literarische Konfrontation mit dem Bösen suggeriert stets die Idee eines personal konzipierten Teufels. Jedoch der Glaube an eine objektive Wirklichkeit des Teufels wurde in dem Maße dezimiert, wie sich die Literatur von der theologischen Folie emanzipierte und unter weltlichen Aspekten betrachtet wurde. Aus dem derzeitigen Forschungskontext formuliert sich die Auffassung, daß sich dieser «Emanzipationsprozeß» im 18. Jh. im Zuge der Aufklärung entfesselte. Diese Arbeit zeigt jedoch, daß bereits in der Renaissance aufklärerische Impulse aktiv waren, die eine Abkehr von irrationalen Denkmodellen induzierten. Als Folge dessen wird illustriert, daß das Böse keine konstante Größe ist.
Aus dem Inhalt: Die Internalisierung des Bösen in der Renaissance – Die Teufelspakt-Thematik in der «gothic novel» – Die Ästhetisierung des Bösen in der «decadence» – Die Erotisierung des Bösen im Vampir-Roman.