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Rechtspolitische und rechtsvergleichende Aspekte des geltenden Pflichtteilsrechts

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Sandra Werkmüller

Die Arbeit soll einen Beitrag zur Reformdiskussion des geltenden Pflichtteilsrechts leisten. Neben der Darstellung der positivrechtlichen Regelungen werden die historischen Hintergründe geschildert. Die Beleuchtung ausländischer Modelle zwingender Beteiligung am Nachlaß soll verdeutlichen, weshalb viele dieser Regelungen als Vorbilder für eine Reform des deutschen Rechts ausscheiden. Im Anschluß an die Untersuchung verfassungsrechtlicher Zielvorgaben werden die Funktionen des Erb- und Pflichtteilsrechts unter besonderer Berücksichtigung rechtspolitischer Aspekte aufgezeigt. Hierbei liegt ein Schwerpunkt auf der Prüfung, inwieweit der mittlerweile eingetretene Funktionswandel der Familie den Gedanken der Famlienbindung des Vermögens als maßgeblichen Begründungsversuch des Pflichtteilsrechts zu beeinflussen vermag. Im Rahmen der Reformdiskussion wendet sich die Verfasserin u.a. gegen die Abschaffung des Pflichtteilsrechts, die Bevorzugung des Ehegatten gegenüber Abkömmlingen, die Abschaffung des Elternpflichtteils, sowie die Einbeziehung formloser Lebensgemeinschaften in den Kreis der Pflichtteilsberechtigten.
Aus dem Inhalt: Die historische Entwicklung des Pflichtteilsrechts – Die Pflichtteilsvorschriften des BGB – Maßnahmen zur Verringerung von Pflichtteilsansprüchen – Internationale Rechtsvergleichung – Der verfassungsrechtliche Schutz des Pflichtteilsrechts – Rechtspolitische Begründungen des Pflichtteilsrechts – Reformdiskussion.