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Umstrittenes Gewissen

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Walter Bechinger, Susanne Dungs and Uwe Gerber

Mit dem Ende der Großen Erzählungen im andauernden Pluralisierungsprozess der Moderne verschwindet die Vorstellung von einem einheitlichen Gewissen zusehends. Der Einzelne hat zu entscheiden und seine Handlungen zu erklären und zu rechtfertigen. Damit verschärft sich das Problem von Selbstverwirklichung und Integration in die Gesellschaft, von Gewissensentscheidung und Kommunikation. Wie ein roter Faden zieht sich die Deutung des Gewissens als einer vom Anderen konstituierten Beziehung durch.
Aus dem Inhalt: Einleitung – Christian Gremmels: Das enteignete Gewissen. Zum Thema «Massenmord ohne Schuldbewusstsein?» Ein Rückblick auf das 20. Jahrhundert – Dietrich Zilleßen: Die Kultivierung des Gewissens. Erziehung zur Verantwortung – Susanne Dungs: Das Phänomen des ‘schlechten Gewissens’ feministisch gelesen: von Nietzsche über Freud zu Butler – Albrecht Grözinger: Gibt es eine ästhetische Gewissens-Bildung? – Walter Bechinger: Gewissen und Kommunikation – Wolf-Dieter Just: Kirchenasyl und Gewissen. Ethische Überlegungen zu einem Streitthema – Martin Pöttner: «Gewissen» im Neuen Testament – Reinhold Mokrosch: Gewissenskonzepte aus der Geschichte, die heute noch relevant sind.