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Arbeit und Arbeitsentlohnung des Strafgefangenen

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Hans Christian Lohmann

Die Gefangenenarbeit ist ein kontrovers diskutiertes Thema des Strafvollzugs. Im Mittelpunkt der Diskussion um die Wirksamkeit dieses zentralen Resozialisierungsmittels stand stets die niedrige Entlohnung. Am 1. Juli 1998 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Bemessung des Entgelts für Pflichtarbeit mit dem Resozialisierungsgebot nicht zu vereinbaren war. Es gab aber nur die äußeren Grenzen einer Neuregelung vor. Die Analyse und die Konsequenzen des Urteils bilden daher den Kern dieser Arbeit. Mögliche Neuregelungen werden hinsichtlich Verfassungsmäßigkeit und Praktikabilität untersucht, wobei auch das Ausland und betriebswirtschaftliche Aspekte ins Blickfeld rücken. Ein besonderes Augenmerk gilt der Variante einer nicht-monetären Anerkennung. Am Ende schlägt der Autor zum einen ein eigenes Entlohnungsmodell vor. Zum anderen bewertet er die neue, am 1. Januar 2001 in Kraft getretene Regelung.
Aus dem Inhalt: Geschichtlicher Abriss und Grundlagen der Gefangenenarbeit – Das alte und das neue Entlohnungssystem im Strafvollzug – Analyse und Konsequenzen des Bundesverfassungsgerichtsurteils zum Arbeitsentgelt – Gefangenenarbeit im europäischen Vergleich – Alternative Entlohnungsmodelle für den Strafvollzug.