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Deskriptive Darstellung der subjektiv empfundenen Haftsituation männlicher türkischer Inhaftierter im geschlossenen Jugendstrafvollzug in Nordrhein-Westfalen

Eine Pilotstudie

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Regina Klose

Gegenstand der Arbeit ist die Darstellung der Situation männlicher türkischer Inhaftierter, die mit 41,7% den größten Anteil unter den ausländischen Insassen im geschlossenen Jugendstrafvollzug in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2000 bildeten. Durch die Einzelinterviews mit türkischen Insassen im Rahmen einer Totalerhebung in vier Jungendstrafanstalten wurden sowohl legalbiographische Daten erhoben als auch die religiös und kulturell bedingten Besonderheiten sowie die Bereiche der Weiterbildung, des Drogenkonsums, der Stellung innerhalb der Insassensubkultur und das Verhältnis zu den Bediensteten untersucht. Aufgrund einer Aktenanalyse konnte in Teilbereichen ein Vergleich mit der Situation deutscher Insassen gezogen werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Beendigung der Haftsituation, insbesondere die Ausweisung, Abschiebung oder Überstellung in die Türkei zur Verbüßung der (Rest-)Jugendstrafe.
Aus dem Inhalt: Umfang und Struktur der Ausländerdelinquenz – Erklärung der Ausländerkriminalität anhand ausgewählter Theorien – Empirische Forschung zur Situation Nichtdeutscher im (Jugend-)Strafvollzug – Methodik der Untersuchung – Soziobiographische und legalbiographische Daten türkischer Inhaftierter – Stellung in der Subkultur – Drogenproblematik – Religionsausübung und Ernährung – Weiterbildung – Vollzugslockerungen – Ausweisung – Überstellung in die Türkei – Kriminalpolitische Diskussion im Kontext der Ergebnisse.