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Hermeneutica universalis

Die Entfaltung der historisch-kritischen Vernunft im frühen 18. Jahrhundert

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Peter Ruth

Die vorliegende Untersuchung setzt sich mit jenen Werken auseinander, die im frühen 18. Jahrhundert hermeneutische Problemgehalte ansprechen. Gleichsam als Vorbotin einer Kritik der Verstandeserkenntnis wird in der rationalistischen Aufklärung eine Bewegung spürbar, die geschichtshermeneutische, erkenntnis- und moralkritische Ansätze hervorbringt und in Opposition zu allgegenwärtigen nomologischen Vorstellungen die Frage nach dem ganzen Menschen neu formuliert. Diese ästhetisch-hermeneutische Kritik bezieht sich nicht nur auf die Gesetzeswissenschaften, sondern auch auf geschichtliche Problemstellungen, so daß die hier thematisierten Diskussionen über Gemeinsinn, empfindsame Moralkritik und ästhetische Erkenntniskritik gleichsam Momente eines umfassenden Zusammenhangs verkörpern.
Aus dem Inhalt: Bezüge zu Ästhetik und Hermeneutik bei G. W. Leibniz – Ästhetische Wahrheit und geschichtliches Denken bei A. G. Baumgarten – Ästhetische Text- und Geschichtshermeneutik bei J. M. Chladenius – Mitleidskonzeption und historisch-kritische Poetik bei G. E. Lessing – Grenzbestimmungen rationalistischer Auslegungskonzepte: Chr. Wolff, H. S. Reimarus, G. F. Meier.