Show Less
Restricted access

Konstanz und Wandel der Pferdedarstellung in der neueren deutschen Literatur

Ein Beitrag zur Motivgeschichte des Pferdes

Series:

Ruthild Kropp

Vom Götterpferd zum Sportgerät – größer könnte der Kontrast zwischen der mythologischen Verwurzelung des Pferdes und seiner heutigen Rolle nicht sein. Der Glaube an Götter-, Teufels- oder Geisterpferde ist weitgehend vergessen; um so überraschender ist ihre literarische Präsenz. Die Studie stellt erstmalig umfassend Konstanz und Wandel der Bedeutungen des Pferdes in der deutschsprachigen Literatur dar. Ausgehend von Werken des 20. Jahrhunderts wird zunächst die reiche Bedeutung des Pferdes in Mythos und Aberglauben aufgezeigt, um mit diesem Wissen das phantastische Pferd zu analysieren. Schließlich untersucht die Arbeit verschiedene Facetten der Bedeutung des Pferdes als Natur- und Freiheitssymbol. Zu Wort kommen Autoren von Xenophon bis Anne Rice, von Wolfram von Eschenbach bis Botho Strauß.
Aus dem Inhalt: Götterpferde – Der Mythos der Windpferde – Pferdeopfer und der Verzehr von Pferdefleisch – Geisterpferde – Der reitende Tod – Das Totenheer und die wilde Jagd – Die Statusfunktion des Pferdes – Sprechende Pferde – Kluge und prophetische Pferde – Die Bedeutung des Pferdekopfes – Exkurs zum Kopf des Rappen in der «Blechtrommel» – Das Sich-Messen des Reiters mit dem Pferd – Das Erlebnis des Rittes in Harmonie mit der Natur – Das Pferd als Sinnbild der Natur – Friedrich Nietzsches Einfluß auf das Tierbild des Expressionismus – Das Leid der Droschkengäule – Das Kriegspferd: Patriotischer Gefährte oder geschundene Kreatur – Das Pferd als Freiheitssymbol – Fluchten hoch zu Roß – Kinder und ihre Fluchten in Pferde-Traumwelten.