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Kinderfreundschaft im Spiegel der medialen Wirklichkeit

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Annemarie Niklas

In der pluralen Singlegesellschaft der Postmoderne wird Freundschaft zum zentralen Ort der Begegnung mit dem Anderen und damit zum Kristallisationspunkt ethischer Lebensgestaltung. Eine Pädagogik der Freundschaft ist von daher wesentlicher Bestandteil einer Hinführung zu einem im ethischen und konkreten Sinne «guten» Leben. Im Rahmen eines kulturanalytischen Ansatzes bietet eine theoretische Modellbildung der «Kinderfreundschaft» die Basis einer Erziehung zu einer Praxis der «Freundschaft als Lebensweise» (Foucault). Eine Skizze medialer und telegener Strukturen, konkretisiert an der Untersuchung des Freundschaftsbildes etwa bei Harry Potter oder den Schlümpfen, zeigt, inwieweit die medial konstituierte Wirklichkeit eine folgenreiche Veränderung der Kategorie des Anderen bedingt: Eine Veränderung, die neue Anforderungen an einen «Bildungsauftrag Freundschaftskompetenz» stellt.
Aus dem Inhalt: Wahrnehmung, Fiktion, Wirklichkeit: Kindliche Welten – Das Selbst und der Andere in der postmodernen Wirklichkeit – Bild, Abbild, Referential: Der «Topos» Freund im Zeichen der Zeit – Der Weg zur Freundschaft: Spurensuche nach dem kindlichen Selbst – Bilder der Freundschaft für Kinder: Mediale Mythen – Kinderfreundschaft in der medial geformten Wirklichkeit: Eine Diskursanalyse, Bildungsauftrag Freundschaftskompetenz.