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«Cavalleria rusticana» und «Pagliacci»

Prototypen der veristischen Oper? - Eine Untersuchung ihrer Verbindungslinien zum literarischen «verismo» und zur Frage der Sinnhaftigkeit des Terminus in der Musik

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Sabine Brettenthaler

Mit der Vertonung von Giovanni Vergas Drama Cavalleria rusticana (1884) durch Pietro Mascagni auf die Oper übertragen (1890) und in weiterer Folge ziemlich zwanglos auf nahezu alle musiktheatralischen Werke der «giovane scuola italiana» angewandt, ist der Begriff des musikalischen «verismo» im heutigen Sprachgebrauch ein zwar werbewirksames, doch auch recht konturloses Schlagwort, ein wenig aussagekräftiger Terminus, der mit seinem literarischen Gegenstück so gut wie nichts gemein hat. Ziel der fächerübergreifenden Studie war es, dem Rätsel des musikalischen «verismo» und mit ihm einem Phänomen, dessen emotionale Macht über das Publikum bis heute ungebrochen ist, auf die Spur zu kommen und mit so manchem Mißverständnis aufzuräumen.
Aus dem Inhalt: Voraussetzungen für die Entstehung des «verismo» – Der «verismo» als literatur- und als operngeschichtliche Kategorie – Die beiden Hauptwerke des italienischen Opern- «verismo» – Literarischer «verismo» und Opern-«verismo» – Unterschiede und Gemeinsamkeiten.