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Totalitäre Herrschaft und republikanische Demokratie

Fünfzig Jahre "The Origins of Totalitarianism</I> von Hannah Arendt

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Antonia Grunenberg

Im Jahr 2001 jährte sich zum fünfzigsten Mal die Erstveröffentlichung von Hannah Arendts Werk The Origins of Totalitarianism. Das Buch, 1955 auf deutsch unter dem Titel Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft erschienen, erlebte eine Erfolgsgeschichte, die ihm immer wieder öffentliche Aufmerksamkeit bescherte. Das fünfzigjährige Jubiläum wurde zum Anlass dreier Konferenzen (in New York, Berlin und Oldenburg), auf denen sich namhafte Wissenschaftler und Politiker mit dem Werk und seiner Wirkungsgeschichte befassten. In diesem Band sind wichtige Ergebnisse dieser Debatten, die sehr unterschiedliche Zugangsweisen zum Werk suchen, dokumentiert. Im Mittelpunkt steht dabei das Spannungsverhältnis zwischen Selbstzerstörung und Regeneration in der modernen Demokratie.
Aus dem Inhalt: Antonia Grunenberg: Einleitung – Otto Kallscheuer: Denken ohne Geländer. Hannah Arendts Wahr-Nehmung des Totalitarismus als Durchbruch zum politischen Denken – Alfons Söllner: Hannah Arendts Totalitarismus-Buch im Kontext der zeitgenössischen Debatte – Roy T. Tsao: The Three Phases of Arendt’s Theory of Totalitarianism – Ursula Ludz: Hannah Arendt und ihr Totalitarismusbuch. Ein kurzer Bericht über eine schwierige Autor-Werk-Geschichte – Jerome Kohn: Arendt’s Concept and Description of Totalitarianism – Claude Lefort: Thinking with and against Hannah Arendt – Peter Wagner: Die westliche Demokratie und die Möglichkeit des Totalitarismus. Über die Motive der Gründung und der Zerstörung in «The Origins of Totalitarianism» – Antonia Grunenberg: Totalitarian Lies and Post-Totalitarian Guilt. The Question of Ethics in Democratic Politics – Katrin Tenenbaum: Is It Possible to Gain a New Dimension of Politics by Assuming the Perspective of the Pariah? Remarks on the Jewish Typology in Hannah Arendt’s «The Origins of Totalitarianism» – Ingeborg Nordmann: Die Weigerung, Verantwortung zu denken: Ein Briefwechsel zwischen Melita Maschmann und Hannah Arendt – Freimut Duve: Zündschlüssel hatten wir keine: Zwei Probleme der demokratischen Transformation in totalitären Gesellschaften – Vlasta Jalušic: 1989 und die Folgen: Was ist der Sinn von Politik? – Dagmar Barnouw: Utopie und Terror: Arendts Kritik des politischen Zionismus und radikaler Islam – Daniel Cohn-Bendit: Vom Traum zum Alptraum - oder wie die Freiheit totalitär auf den Hund kommen kann.