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Heideggers Aneignung der Kantischen «Grundlegung der Metaphysik» im Zusammenhang mit der Konzeption von Sein und Zeit

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Martin Muransky

Diese Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem frühen Heidegger und seiner Kantinterpretation. Der Schwerpunkt liegt auf den Rückbezügen seiner Aussagen zu Kant und auf der Analyse der Endlichkeit in Sein und Zeit. Diese «Gewalttat» ist geleitet von dem Bemühen, in der entwerfenden Einbildungskraft die modale Differenz von Eigentlichkeit/Uneigentlichkeit einerseits und ihre zeitliche Fundierung andererseits unterzubringen. Die kritische Auseinandersetzung mit Heideggers Kantbuch führt zu der Frage, ob das Konzept der Zeitlichkeit der Zeit die Hauptaufgabe seiner Kantinterpretation erreichen kann: den Abschied vom Ganzen aufgrund der eigentlichen Zeitigung der Zukunft zu verhindern. Konsequent gelangt die Arbeit zu dem Resultat: Heideggers Kant setzt in einer näher nicht erklärten Weise voraus, daß der Sinn des unverfügbaren Seins mit dem Seinssinn des je einzelnen Daseins in einer durchsichtigen Identität erschlossen liegt.
Aus dem Inhalt: Metaphysische Kant-Interpretation und Heidegger: Fünf Stadien der Grundlegung der Metaphysik – Heideggers Umwandlung von Kants Seinsthese als Affektion: Grundbefindlichkeit und Selbstaffektion, Primat der Zukunft und Wählen der Wahl – Das zeitlich fundierte Ganze als Grundproblem der Metaphysik.