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«Ein Staat, kein Gouvernement»

Die Entstehung und Entwicklung der Autonomie Finnlands im russischen Zarenreich, 1808 bis 1826

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Frank Nesemann

Nachdem Finnland in den Jahren 1808 und 1809 von Rußland erobert worden war, erlangte es als zarisches Großfürstentum eine weitreichende Autonomiestellung im russischen Reichsverband. Im Unterschied zu anderen Peripherieterritorien des Zarenimperiums, denen der russische Herrscher ebenso wie Finnland zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Beibehaltung ihrer angestammten Rechte und Privilegien in Aussicht stellte – Polen und Bessarabien –, vermochte Finnland seinen Sonderstatus im Russischen Reich über ein gutes Dreivierteljahrhundert hinweg zu bewahren. Die Voraussetzungen hierfür wurden im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts gelegt. Die Darstellung sucht der Frage nachzugehen, weshalb es zu dieser Entwicklung kam. Sie analysiert die politischen, staatsrechtlichen und administrativen Grundlagen von Finnlands Autonomie im Petersburger Imperium und untersucht die Besonderheiten des finnischen Falles im Kontext der zarisch-russischen Politik in der Reichsperipherie. Dabei wird auch das politisch-administrative Erbe der russischen Herrschaft über Südostfinnland seit dem 18. Jahrhundert ausführlich berücksichtigt.
Aus dem Inhalt: Finnland wird zu einem Teil des Zarenreiches, 1808/1809 – Russische und finnische Interpretationen im Hinblick auf die verfassungsrechtlichen Grundlagen der Sonderstellung Finnlands im Russischen Reich, 1808-1826 – Regierung und Verwaltung in Russisch-Finnland, 1808-1826.